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Sachverhalt:A und B sind im Jahr 2016 je zu 50 % Eigentümer eines vermieteten Zweifamilienhauses. Beim Finanzamt wird für die A und B Grundstücksgemeinschaft eine gesonderte und einheitliche Feststellungserklärung abgegeben und das Ergebnis aus V+V entsprechend verbescheidet.Mit Wirkung zum 01.01.2017 wird die Grundstücksgemeinschaft aufgelöst. A ist nunmehr alleiniger Eigentümer der Wohnung im EG, B alleiniger Eigentümer der Wohnung im OG. Die Mieter überweisen ihre Mieten seit 01.01.2017 jeweils direkt an A und B. Sämtliche Ausgaben (Werbungskosten) werden für A und B jedoch auch im Jahr 2017 noch über ein gemeinsames Konto bezahlt.A und B reichen deshalb eine gesonderte Feststellungserklärung 2017 beim Finanzamt ein. Diese enthält keinerlei Einnahmen, jedoch Werbungskosten in Höhe von 10.000 €, die zu jeweils 50 % A und B zugeordnet werden. In ihrer Einkommensteuererklärung 2017 erklären A und B jeweils bzgl. ihrer Wohnungen die Mieteinnahmen und machen die AfA als Werbungskosten geltend. Des Weiteren erklären sie jeweils negative Einkünfte aus der „Grundstücksgemeinschaft“ von jeweils –5.000 €.Das zuständige Finanzamt lehnt die Veranlagung der Grundstücksgemeinschaft jedoch mit der Begründung ab, die Grundstücksgemeinschaft würde seit 2017 nicht mehr existieren. Die Werbungskosten seien in den Einkommensteuererklärungen von A und B zu erklären.A und B haben mittlerweile ihre ESt-Bescheide 2017 erhalten, in denen für die Einkünfte aus der Grundstücksgemeinschaft entsprechend der eingereichten Einkommensteuererklärungen 2017 mit jeweils –5.000 € berücksichtigt wurden. Die ESt-Bescheide stehen unter dem Vorbehalt der Nachprüfung nach § 164 Abs. 1 AO.A und B reichen nun geänderte Anlagen V bzgl. ihrer Wohnungen ein, in denen zusätzlich jeweils 5.000 € Werbungskosten erklärt wurden. Das Finanzamt ändert die Einkommensteuerbescheide 2017 entsprechend und berücksichtigt die zusätzlichen Werbungskosten von 5.000 € bei den jeweiligen Wohnungen. Der geänderte Einkommensteuerbescheid enthält jedoch immer noch jeweils negative Einkünfte aus V+V aus der „Grundstücksgemeinschaft“ in Höhe von –5.000 €. Der Vorbehalt der Nachprüfung wurde aufgehoben.Frage:Sind A und B verpflichtet, das Finanzamt auf die doppelte Berücksichtigung der Werbungskosten hinzuweisen?
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