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Der Steuerpflichtige A, deutscher Staatsbürger, ledig und kinderlos, ist (ausschließlich) wohnhaft in der Schweiz und Alleingesellschafter einer in der Schweiz tätigen A-AG. Der Geschäftsgegenstand dieser A-AG lautet wie folgt: Die Gesellschaft bezweckt die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Umweltberatung für Kommunen, Verbände und Umweltfirmen sowie Projektentwicklung (Bau und Realisierung) von Industrie- und Gewerbeobjekten, Kauf und Verkauf von Industrie- und Gewerbeflächen, Standortvermittlung, Standortbewertung, Standortanalyse von Industrie- und Gewerbeflächen und Objekten. Die Gesellschaft kann als General- oder Totalunternehmerin Bauten erstellen, sich an anderen Unternehmen beteiligen, Grundeigentum erwerben, belasten, veräußern und verwalten, Wertschriften kaufen und verkaufen sowie Finanzanlagen tätigen und Darlehen gewähren. Sie kann auch Aktien in- und ausländischer Gesellschaften erwerben oder verwalten. Nun möchte A in 2020 in Deutschland ein Mehrfamilienwohnhaus mit 17 Wohneinheiten errichten und die Wohneinheiten nach Fertigstellung unmittelbar veräußern. Die Investitionssumme beträgt etwa 2,5 Millionen Euro. Die A-AG hat dem A ein Darlehen für den Kaufpreis des Grundstücks ausgereicht und soll auch Dienstleistungen im Rahmen der Errichtung des Mehrfamilienhauses erbringen (Bau und Realisierung des Gewerbeobjekts). Aus meiner Sicht wird A hier in Deutschland einen gewerblichen Grundstückshandel ausüben und Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielen. Da A keinen Wohnsitz in Deutschland hat, werden die Einkünfte im Rahmen der beschränkten Steuerpflicht erfasst (§ 1 Abs. 4 i.V.m. §§ 49 ff. EStG). Das vorrangig zu beachtende Doppelbesteuerungsabkommen D-CH weist für die genannten Einkünfte Deutschland das Besteuerungsrecht zu (Art. 7 i.V.m. Art. 5 und Art. 13 Abs. 1 DBA D-CH). Fragen: Sind die Einkünfte des A aus dem gewerblichen Grundstückshandel tatsächlich in Deutschland zu versteuern und sind die Grundsätze der beschränkten Steuerpflicht anzuwenden? Unterstellt, die Frage eins ist mit „Ja“ zu beantworten: Werden ggf. Einkünfte des A in der Schweiz (Einkünfte aus der Vorstandstätigkeit/ns. Arbeit bzw. Einkünfte aus Ausschüttung der A-AG) über den sog. Progressionsvorbehalt in Deutschland berücksichtigt? Und würde in der Schweiz mit den Einkünften aus Deutschland genauso verfahren? Oder begründet A mit dem Einzelunternehmen in Deutschland sogar eine Betriebsstätte der A-AG in Deutschland? Änderte die Gründung einer Betriebsstätte etwas am dt. Besteuerungsrecht? Wie könnte das ggf. verhindert werden? Wenn sich die Bauarbeiten über einen längeren Zeitraum hinziehen und A ständig zur Bauleitung vor Ort in Deutschland sein muss: Kann A hierdurch einen gewöhnlichen Aufenthalt begründen und damit unbeschränkt steuerpflichtig werden, obwohl sein Lebensmittelpunkt unzweifelhaft in der Schweiz ist und bleibt? Änderte das etwas an der laufenden Besteuerung?
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