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Ich bitte Sie, den nachfolgend genannten Sachverhalt einkommensteuerlich zu beurteilen. Der steuerpflichtige M ist Angestellter im Öffentlichen Dienst bei einer deutschen Behörde. Seine Ehefrau F ist verbeamtete Lehrerin. Beide wohnen in einem eigenen Einfamilienhaus in Köln. M wurde von seinem Arbeitgeber im Januar 2014 nach Spanien abgeordnet. Am 20.01.2014 begründete er dort einen doppelten Haushalt in einer Mietwohnung. Den Wohnsitz in Deutschland hat M beibehalten. F gab ihren Wohnsitz in Deutschland vorübergehend auf, zog nach Spanien und unterrichtete dort an einer spanischen Schule. Während ihres Aufenthalts in Spanien war sie in Deutschland nicht einkommensteuerpflichtig. F zog Anfang August 2018 zurück nach Deutschland und unterrichtete nach den Sommerferien 2018 wieder an einer Schule in Köln als verbeamtete Lehrerin. Die Tätigkeit in Spanien war für M im Dezember 2018 beendet, er zog zurück nach Köln und arbeitete ab dem 1. Januar 2019 wieder als Angestellter im Öffentlichen Dienst bei der deutschen Behörde. Meine Frage betrifft das Jahr 2018. In 2018 entstanden M Werbungskosten für die gemietete Wohnung in Spanien (Nettokaltmiete, Umlagen und Strom) in Höhe von EUR 11.700,00. Von seinem Arbeitgeber erhielt M für die Monate Januar bis August eine Erstattung der notwendigen Auslagen für das Beibehalten der bisherigen Wohnung nach § 26 Abs. 1 Nr. 5 und 6 AUV in Höhe von EUR 1.150,00 bis EUR 1.140,00 monatlich. Die Höhe der Erstattung war abhängig von den Kalendertagen pro Monat und von der Anzahl der Tage, an denen M sich in der Wohnung aufgehalten hatte. Der Betrag setzte sich zusammen aus einer fiktiven Miete (da Eigentum), Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Hausratversicherung, Straßenreinigung, Grundkosten für Strom, Heizung, Wasserver- und -entsorgung und Schornsteinfeger. Für die Monate September bis Dezember erhielt M Auslandstrennungstagegeld nach ATGV und Aufwandsentschädigung nach Abschnitt VI AER für Berechtigte nach § Abs. 1 ATGV. Das Trennungstagegeld berechnete sich nach der Anzahl der Kalendertage mit Verbleib am ausländischen Dienstort und betrug pro Tag EUR 12,30. Die Aufwandsentschädigung setzte sich zusammen aus den Grundmehrkosten der getrennten Haushaltsführung und den Mietkosten am ausländischen Dienstort. Die Grundmehrkosten der getrennten Haushaltsführung werden nach einem Prozentsatz vom Festgehalt + Zulagen + immaterieller Anteil des Auslandszuschlags berechnet. Die Mietkosten am ausländischen Dienstort wurden nach der erstattungsfähigen Höchstmiete berechnet. Die Summe der Erstattungen für die Wohnung für die Monate Januar bis August betrug EUR 10.300,00, die Summe der Erstattungen für die Wohnung für die Monate September bis Dezember betrug EUR 5.600,00. Damit stehen den Werbungskosten für die Wohnung in Spanien in Höhe von EUR 11.700,00 Erstattungen des Arbeitgebers in Höhe von EUR 15.900,00 gegenüber. M hat von seinem Arbeitgeber EUR 4.200,00 mehr erstattet bekommen, als seine tatsächlichen Werbungskosten betrugen. Die Überprüfung der monatlichen Gehaltsabrechnungen des M ergab, dass die Erstattungen des Arbeitgebers nicht in das Steuerbrutto, nach dem die Lohnsteuer berechnet wurde, eingeflossen sind. M erhielt während seines Aufenthalts in Spanien neben seinem steuerpflichtigen Bruttogehalt steuerfreie Auslandsbezüge in Höhe von EUR 1.270,00 monatlich. Ich bitte Sie, die einkommensteuerliche Behandlung der Erstattungen des Arbeitgebers zu klären. Im Gespräch mit M sind folgende Fragen aufgetreten: Müssen die Aufwendungen für die Wohnung in Spanien mit den gesamten Erstattungen des Arbeitgebers saldiert werden, sodass die Mehrerstattung im Rahmen der Einkommensteuererklärung nachträglich versteuert werden muss? Oder werden die Aufwendungen für die Wohnung in Spanien nur in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen mit den Erstattungen des Arbeitgebers saldiert, und die Mehrerstattung bleibt steuerfrei? Oder sind die gesamten Erstattungen des Arbeitgebers steuerfrei, da es sich um Ausnahmen für Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes handelt?
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